Buchvorstellung "Kasachstandeutsche" vom Autor Hr. Dr. Stoll
Das Jahr 2009 ist das Jahr des
Kasachstans, der Autor Hr. Dr. Stoll wird am 11.08.2009 in der Frauenhofer Stadthalle sein Buch:"Kasachstandeutsche" vorstellen. Die Landsleute zusammen mit dem Autor Hrn. Dr. Stoll und dem Orts- und Landesvorsitzenden Hrn. Eduard Neuberger kamen mit der Bitte an denn MdL. Josef Zellmeier heran, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Für die Zusage danken wir herzlich.
Bei der Buchvorstellung spricht der Autor über Deutsche in Kasachstan und konzentriert sich auf die Frage, was heute in Kasachstan mit „deutsche Kultur“ und „Deutscher“ verbunden wird.
Hintergrund: Der Großteil der Deutschstämmigen ist nach Deutschland ausgewandert: 1989 lebten eine Million Deutsche in Kasachstan, heute sind es noch 200.000. Was beschäftigt diese Deutschen in Bezug auf deutsche Kultur und die Ausreise nach Deutschland?
Zusammenfassung von „Kasachstandeutsche“
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Forschungsstand, mit Ethnizität, transnationaler Migration und der Materiallage. In Kapitel 2 werden das Feld und die Untersuchungsgruppe betrachtet; die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte, auf Reethnisierungs- und Migrationsprozessen und auf Migrationsstrategien. Im dritten Kapitel folgt ein genauer Blick auf die formale Seite – die notwendigen Ausreisevorbereitungen (etwa Anträge, Dokumente, Sprachtest) – dieser Migration, denn in diesem Stadium wird bereits endgültig entschieden, ob Kasachstandeutsche über das Spätaussiedlerverfahren nach Deutschland können oder nicht. Das vierte Kapitel befasst sich mit deutschen Sprachkenntnissen, die auch für das Leben in Deutschland von großer Bedeutung sind. Im fünften Kapitel wird der Frage nachgegangen, wie kasachstandeutsche Begegnungszentren heute mit ethnischen Wiederbelebungsversuchen und der gleichzeitigen Emigration ihrer Mitglieder umgehen.
Blinde Flecken und neue Chancen
Seit 1989 kamen mehr als 800.000 Kasachstandeutsche als Spätaussiedler oder deren Familienangehörige nach Deutschland. Vieles um die berufliche, sprachliche oder soziale Integration dieser Gruppe in die bundesdeutsche Gesellschaft wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen thematisiert. Zwei bisher blinde Flecken werden im Vortrag aufgegriffen:
Die schwierige Ausreise
Trotz zahlreicher Untersuchungen über die Integration von Aussiedlern gibt es vieles, das wir nicht wissen und nicht verstehen. Was beschäftigt ausreisewillige Deutschstämmige Kasachstans in den Jahren vor ihrer Ausreise? In welchen Bereichen beeinflusst die (vermutliche) Ausreise nach Deutschland den Alltag der Deutschstämmigen? Was verstehen Kasachstandeutsche unter „Ausreisevorbereitungen“ und welche Möglichkeiten stehen ihnen hierbei zur Verfügung?
Angesprochen wird, wie die Nationalitäten- und Sprachenfrage in Kasachstan oder die dortige soziale, wirtschaftliche oder kulturelle Lage nach der Unabhängigkeitserklärung den (Ausreise-)Alltag der Deutschstämmigen Kasachstans verändert hat.
Neue Chancen für Deutschland und Kasachstan
Stoll geht auf die „Brückenfunktion“ von Aussiedlern für die deutsch-kasachstanischen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen ein. Hier werden Antworten gegeben, wie die vorhandenen Potentiale genutzt werden, welche Schwierigkeiten dabei auftreten und welche Chancen sich bieten.
„Kasachstandeutsche“: Die Dissertation wurde 2007 an der Universität Freiburg i.B. im Fach Europäische Ethnologie abgeschlossen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk gGmbH
Dr. Ferdinand Stoll
Westliche Zwingergasse 11
94469 Deggendorf
Tel.: 0991-991-222-28 oder Tel.: 09421-85639
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Kurzer Lebenslauf
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Stehend, Hr. Dr. Ferdinand Stoll beim Besuch einer deutschen Familie in Kasachstan |
Herr Dr. Ferdinand Stoll 1989 – 1999 Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Ostslawischen Philologie in Tübingen. Abschluss: Magister Artium (M.A.) 1994 – 1999 Freier Journalist, Schachtrainer 2003 – 2006 Promotion im Fach Europäische Ethnologie in Freiburg i.B. 2000 – 2002 Medienassistent für das Institut für Auslandsbeziehungen in Almaty/Kasachstan 2006 – heute Lehrbeauftragter der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt 2007 – heute Bildungssekretär für das Deutsche Erwachsenen-Bildungswerk gemeinnützige GmbH Deggendorf und Straubing |
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Aktualisiert (Montag, den 01. Februar 2010 um 17:45 Uhr)




